Freitag, 1. April 2016

Nur der Tod vergisst - Der Protagonist Ulf Lahner

Ulf Lahner

Ulf Lahner ist ein sozial benachteiligter junger Mann (Halbwaise, arme Mutter) und er ist erotisch auf dem Abstellgleis (arm, rothaarig). Er wird gehänselt (Kupferdächle) und ist unter seinen Altersgenossen in deren Hackordnung unten (vgl. Treffen mit seinem Klassenkameraden in Pforzheim).
Die SS bietet ihm in jeder Hinsicht einen Aufstieg an. Gerade die Nazis konnten damit viele Anhänger gewinnen, indem sie sich gegen die großbürgerliche Abschottung gegen Aufsteiger gewehrt haben.
 Ulf kompensiert seine „Beschämung“ (vgl. Stephan Marks, Warum folgten sie Hitler?) durch Engagement in der HJ und triumphiert in dem Moment, in dem er die schwarze Uniform trägt. Er fühlt sich als Herrenmensch und zeigt dies auch, allerdings nicht bei seiner Mutter.  Bei ihr trägt er nicht die Uniform und ihr gegenüber ist er der nette Junge, der er immer war.


Ulfs Verhältnis zu Frauen

Ulf war es nicht gewohnt, dass Frauen auf ihn positiv reagieren. Erika, die selbst als überzeugte Nazifrau begonnen hatte, sieht in ihm einen Helden, einen echten Mann und gleichzeitig einen sensiblen und freundlichen Patienten. Das macht ihn interessant, konnte sie sich doch auch nicht völlig von den Wertvorstellungen der Nazis lösen und ahnt in ihm eine ähnliche Entwicklung, wie die, die sie selbst durchgemacht hat. Ulf, unerfahren wie er ist, erlebt zum ersten Mal, dass er attraktiv für eine Frau ist. Seine Erfahrung, als Jugendlicher beim anderen Geschlecht chancenlos zu sein, wird ihn immer wieder entflammen lassen, wenn ihm eine Frau entgegenkommt, bis ihm die Frau seines Lebens begegnet, die es ihm nicht leicht macht, doch dazu später.

Ulfs Programmierung durch die Nazierziehung

 Ulf entwickelt sich im Verlauf des Romans. Doch diese Entwicklung wirft auch Fragezeichen auf: Warum dient er kritiklos der opportunistischen Nazigröße Schlemm? Warum nimmt er den Auftrag des Nazis Rosner an und überfällt Levi Weis? Die Menschen, die mit der Naziideologie groß geworden sind, konnten sich sehr häufig von der Ideologie als solche lösen, haben sie doch deren Folgen am eigenen Leib erlebt, dennoch blieben ihnen Charakterstrukturen wie Autoritätshörigkeit und blinder Gehorsam.

Ulfs Entwicklung

Ulf wird schuldig und will sterben. Zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht über die Naziideologie hinweg. Erika gibt ihm den ersten Anstoß nachzudenken. Meine heimliche Heldin Hannah lässt ihn sich emotional von den Nazis lösen. Ihre Verzeihung – sie entschuldigt ihn nicht! – ist für ihn ein Neubeginn. Hier ist kritisch anzumerken, dass ich die Verarbeitung des Treffens mit Hannah durch Ulf vernachlässigt habe. In einer etwaigen Neuauflage werde ich dies nachholen.
Intellektuell erfährt Ulf die Befreiung von der Naziideologie durch den britischen Offizier Threwan. Ihm kann er nichts entgegenhalten, zeigt aber auch seinen Mut und seine Menschlichkeit, womit er Threwan bezüglich der deutschen Soldaten verunsichert.

Ulfs Ziel

Ulf wird seine Schuld nicht los, so wie er sich dies gewünscht hätte. Er lernt aber mit Pilars Hilfe, diese zu akzeptieren, auch sich zu verzeihen (Vorsicht! Verzeihen heißt nicht ent-schuldigen!). Er wird mit seiner Schuld leben müssen und den Rest seines Lebens versuchen, anderen Menschen zu helfen.

Freitag, 25. März 2016

Historischer Rahmen von "Nur der Tod vergisst"

Die Fluchtroute der drei SS-Männer entspricht der sog. Rattenlinie, die über Südtirol verlief und mit Hilfe des Roten Kreuzes und vor allem der katholischen Kirche vielen Kriegsverbrechern die Flucht nach Lateinamerika und Nordafrika ermöglichte.

Die erwähnten Schauplätze und Kriegsverbrechen sind authentisch. Beispiele:

§  In der deutschen Geschichtswahrnehmung wurde erfolgreich das Hinmorden sowjetischer Kriegsgefangener verdrängt. Von 5 Millionen sowjetischen Soldaten, die den Deutschen in die Hände fielen kamen 3,3 Millionen um (zum Vergleich: 3,15 Millionen deutsche Soldaten gerieten in sowjetische Hände, wovon 1,11 Millionen starben).
§  In den Rheinwiesenlagern der US-Amerikaner kamen kurz nach Kriegsende durch Unterernährung und katastrophale hygienische Verhältnisse bis zu 10.000 deutsche Soldaten ums Leben.
§  Oradour-Sur-Glane war ein Dorf im Südwesten Frankreichs, dessen Bevölkerung bis auf sechs Überlebende von der SS ermordet wurde. Kleine Kinder, Männer und Frauen wurden ohne Ansehen der Person oder des Alters umgebracht. In der Nähe des Dorfes hatte ein Partisanenüberfall stattgefunden. Die  3. Kompanie des zur 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden SS-Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ war zuvor im Einsatz an der Ostfront. Nach Aussagen von Angehörigen dieser Einheit fand diese ein solches Verbrechen durchaus nicht ungewöhnlich.
§  Nach dem Krieg war den Alliierten nicht klar, ob Südtirol Österreich oder Italien zugesprochen werden sollte. Außerdem hat die Wehrmacht mit Hilfe der SS eine vorzeitige Kapitulation der deutschen Truppen in Italien gegen den Willen Hitlers ermöglicht. Dadurch war eine gewisse Zeit eine Kooperation deutscher und amerikanischer Truppen möglich. Das rechtliche Niemandsland Südtirol wurde nicht nur von Nazis zur Flucht genutzt, sondern es war auch ein Durchgangslager für jüdische Flüchtlinge, die illegal nach Palästina auswandern wollten. Ein Zusammentreffen von SS-Angehörigen und Juden war deshalb durchaus nicht unwahrscheinlich.
§  Die Person von Schlemm hat als Vorbild Friedrich Schwend, der als SS-Sturmbannführer und Organisator der Operation Bernhard englische Pfund fälschte und der SS als Devisenbeschaffer diente. Später arbeitete er für den amerikanischen Geheimdienst, bis er in Argentinien untertauchte.
§  Die Bombardierung Pforzheims am 23. Februar 1945: 369 Flugzeuge der britischen Luftwaffe zerstörten mit 28000 Zentner Bomben 80 % der Gebäude der Kernstadt; über 18 000 Menschen mussten qualvoll sterben. Im eigentlichen Kernbereich Pforzheims sollen insgesamt 3 Menschen überlebt haben. Die militärische Notwendigkeit einer solchen Zerstörung ist bis heute äußerst fragwürdig.
§  In der Osterfeldschule in Pforzheim befand sich das Lazarett der Armee. Es brannte zwar aus, aber alle Insassen konnten evakuiert werden und kamen in der benachbarten Kirche unter.
§  In den KZs wurden Bordelle eingerichtet, um den kooperierenden Häftlingen Prostituierte anzubieten. Die Frauen waren meist  als asozial inhaftierte Gefangene, wobei als asozial auch galt, sich nicht in den Bund deutscher Mädchen BDM, aufnehmen zu lassen. Diese Bordelle waren für die Angehörigen der SS verboten. Bei einem Verstoß drohte ein SS-Gericht. Die SS hatte eigene Bordelle außerhalb der KZs.
§  In Argentinien fanden viele Nazis durch den dortigen Präsidenten Perón Unterschlupf.
§  Chile hat einen sehr traditionsreichen deutschen Bevölkerungsanteil. Das deutsche Krankenhaus, die Clínica Alemana de Santiago, wurde 1905 gegründet und besteht bis heute.
§  Rapa Nui, die Osterinsel, stand bis 1956 unter Quarantäne, weil die Lepra eingeschleppt wurde. Erst danach durften ihre Bewohner wieder auf das chilenische Festland. Pater Sebastian Englert lebte ab 1937 auf der Insel und machte sich um die Sprache und Kultur Rapa Nuis verdient. 1969 wurde er dort beigesetzt.


Zu weiterführenden Links und Leseempfehlungen besuchen Sie bitte meine Webseite: http://www.peterhakenjos.de/Tod-vergisst-bibliografie.html

Dienstag, 15. März 2016

Pforzheim, Mai 1944 - 3. Kapitel

Das Thema des Kapitels ist die Motivation Ulf Lahners, sich zur Waffen-SS zu melden, einer Einheit, die im Ruf stand, besonders viele Verluste zu erleiden.

Einerseits glaubt Ulf bedingungslos dem Führer, andererseits verspricht er sich von der SS einen gesellschaftlichen Aufstieg. Als Halbwaise mit einer armen Mutter, hatte er keine bürgerlichen Aufstiegschancen. Sein Selbstwertgefühl ist gering. Als Kind und junger Mann hatte ein Rothaariger in dieser Zeit unter der Häme seiner Altersgenossen zu leiden.  Damit waren auch seine Chancen bei Mädchen gering. Die Nazis sahen rote Haare als Zeichen arischer Abstammung und boten ihm auch hier Identifikationsmöglichkeiten.

Bei der SS hatte er tatsächlich die Möglichkeit aufzusteigen.  Sie verlangte dafür nicht unbedingt eine höhere Schulbildung. Er liebt die schwarze Uniform. Das mag verwunderlich erscheinen, aber die Anziehungskraft der SS beruhte auch auf der durchaus gelungenen Uniform, dessen Träger die Propaganda zum Angehörigen der Elite der Herrenmenschen stilisierte. Aus der untersten Kleinbürgerschicht aufzusteigen in die Elite der Gesellschaft, Anerkennung zu finden für einen Mann, der bislang nur ausgegrenzt war und damit auch noch einem hehren Ziel dienen zu dürfen, das war Motivation genug, das eigene Leben mit in die Waagschale zu werfen. Aus einer Situation der sozialen und menschlichen Beschämung befreit sich Ulf mit Hilfe der Nazis. Interessante Lektüre hierzu: Stephan Marks, "Warum folgten sie Hitler?"

Der Lohn seiner Entscheidung wird deutlich, als er in seine Heimatstadt Pforzheim zurückkehrt. Der reiche Unternehmersohn "Pelle" versucht noch, die alte Rolle aufrechtzuerhalten und sich über Ulf lächerlich  zu machen. Doch Ulf beherrscht die Sprache der SS. Sein Schweigen lässt Pelle ängstlich werden. Die Uniform "funktioniert", Ulf hat sein Ziel, anerkannt zu werden, erreicht.

In der Diskussion wird auch deutlich, dass Ulf wenig über die dunkle Seite des Nationalsozialismus weiß. Ist dies plausibel? Bernhard Dörner belegt in seinem Buch "Die Deutschen und der Holocaust" glaubwürdig, dass jeder Deutsche vom Holocaust etwas wissen konnte, aber nicht musste. Die Mutter Ulfs ist eine Frau, die sich dazu bekennt, dass sie sich nicht um Politik kümmert. Da sie einen ständigen Überlebenskampf für sich und ihren Sohn durchstehen musste und aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt, nehmen wir ihr dies ab. Hätte sie etwas gewusst, sie hätte schon aus Angst geschwiegen. Und Ulf? Er war in den Fängen der Nazi-Erziehung groß geworden. Woher hätte er etwas von den Gräueln der Nazidiktatur erfahren sollen? Doch Pelle wusste mehr. Das ist nicht verwunderlich. Seine Eltern stammen aus einer anderen Schicht und beschäftigen zudem noch Zwangsarbeiter. Doch Ulf gegenüber bezüglich ihres jüdischen Klassenkameraden deutlicher zu werden, konnte er nicht wagen.

Im Verlauf der Handlung wird das Beispiel des verschwundenen jüdischen Klassenkameraden noch eine Rolle spielen, ebenso die sehr enge Beziehung, die Ulf zu seiner Mutter hat.

Montag, 21. Dezember 2015

Pforzheim, Januar 1944, 2. Kapitel

Nur der Tod vergisst

2. Kapitel


Ist Ihnen aufgefallen, dass in politisch korrekten Romanen über den Zweiten Weltkrieg die deutschen Soldaten entweder zu den Opfern gehören oder herzlose Bestien sind? Ein typisches Beispiel hierfür ist „Im Frühling sterben“ von Ralf Rothmann. In ihm werden die Protagonisten in die SS gezwungen (= Opfer), ihr Vorgesetzter zwingt sie dazu, einen Freund zu erschießen, der auf der eigenen Stube lag (= herzlose Bestie). Warum diese Schwarz-Weiß-Malerei so ist, liegt auf der Hand: Wir sind keine herzlosen Bestien! Die Täter … das könnten niemals wir sein! Aber entspricht dies den Tatsachen? Wir, die wir nach dem Krieg geboren wurden haben die ehemaligen Soldaten, auch die der Waffen-SS, keinesfalls als seelenlose Bestien erlebt, sondern als Menschen wie du und ich. Wie konnten sie dennoch Hitler folgen?

Ohne den Anspruch zu erheben, dies beantworten zu können, ist das kurze zweite Kapitel ein Einstieg in die Charakterisierung des Protagonisten Ulf Lahner. Er ist ein liebevoller Sohn UND er ist überzeugter Nazi. Wollen wir einem Achtzehnjährigen die Ent-Schuldigung durchgehen lassen, dass er noch nicht Herr seiner Sinne ist? Ich denke nicht, dass wir das tun sollten. Er meldet sich freiwillig, er ist bereit für Hitler zu sterben und er weiß, was er tut. Sein „Pflichtgefühl“ ist so stark, dass er seiner alleinstehenden Mutter den Schmerz antut, sich zur Waffen-SS zu melden, eine Einheit, die dafür bekannt war, besonders viele Gefallene beklagen zu müssen. Dennoch glauben wir ihm, dass es ihm nicht leichtfällt, seine unpolitische Mutter mit dem seinem wahrscheinlichen Tod zu konfrontieren.


Die andere Figur des Kapitels ist der ältere Oberfeldwebel. Er ist ganz und gar nicht damit einverstanden, dass Ulf sich zur Waffen-SS meldet, kann dies aus verständlichen Gründen aber nicht klar ausdrücken. Er ist das, was ehrlicherweise als Mitläufer bezeichnet werden kann. Widerstand würde seinen Tod bedeuten, entweder Versetzung in eine Strafkompanie, Hinrichtung oder KZ. Wir können in ihm ahnen, dass er dem Nazi-Regime kritisch gegenüber steht, aber er würde es niemals thematisieren. Dieser Typus des Soldaten, der vom Regime mitgezogen wird, der im Endeffekt aus einer Art Notwehr Hitler stützt, wird im Roman nicht mehr auftauchen. Für ihn haben wir Verständnis und seine Einstellung würden wir zu gerne all jenen unterstellen, die nach dem Krieg heimgekehrt sind. Verkennen wir aber nicht, dass die deutschen Soldaten militärisch gesehen, gemessen an ihrer zahlenmäßigen und materiellen Unterlegenheit, sehr erfolgreich waren, so zynisch das auch klingen mag. Wäre das mit der Einstellung des Oberfeldwebels zu erreichen gewesen? 

Montag, 16. November 2015

Normandie, Juli 1944, 1. Kapitel

Ulf Lahner – der Protagonist


Es gibt eine Unzahl von Romanen über die Zeit des sog. Dritten Reiches und den 2. Weltkrieg. Sieht man von rechter Literatur und den zahlreichen Autobiografien ab, so sind die Protagonisten nahezu immer Opfer des Regimes. Letztes Beispiel ist „Im Frühling sterben“ von Ralf Rothmann, in dem die Protagonisten in die Waffen-SS gezwungen wurden. Ihre Schuld ist ent-schuldbar, schließlich und endlich hatten sie keine Alternative, als den eigenen Tod zu wählen.

Entspricht das der Situation der deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg? Bei vielen sicher. Bei den meisten nicht. Ulf Lahner, der Protagonist meines Romans, kann sich nicht ent-schuldigen. Er ist Freiwilliger und er ist ein fanatischer Nazi aus Pforzheim. Das Erschreckende ist, dass die meisten Menschen, die im Krieg schuldig wurden und immer noch werden, keine Monster waren oder sind. Es sind Menschen wie du und ich. Stellen wir uns endlich dieser Wahrheit, wir, die wir nach 1945 geboren wurden, keine individuelle Schuld tragen,  und die wir die ehemaligen deutschen Soldaten als Väter oder Großväter kennen oder gekannt haben.

Beginnen wir mit dem ersten Kapitel.

Ulf wurde zur Waffen-SS eingezogen und nach Frankreich verlegt. Dort muss er gegen die Invasion der Alliierten kämpfen. Der historische Hintergrund ist, dass seine Einheit tatsächlich von Südwestfrankreich an die Normandie verlegt wurde, d. h. die Bezeichnung der Einheit ist korrekt. Dort war auch die 12. SS-Panzer Division „Hitlerjugend“ mit blutjungen Soldaten im Einsatz. Diese haben fanatisch gekämpft und hohe Verluste erlitten. Ulf kann durchaus mit diesen jungen, fanatisierten Menschen verglichen werden. Bezüglich der historischen Ereignisse und ob die Schilderungen im ersten Kapitel realistisch sind, habe ich mit einem ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS gesprochen, der ebenfalls im Alter von Ulf als Panzergrenadier in der Normandie war. Er hat mir die Authentizität der Ereignisse bestätigt.

In einer Diskussion im Blog „Lovelybooks“ musste ich erfahren, dass die von mir beabsichtigte Darstellung des Selbstmordgedankens von Ulf nicht immer wahrgenommen wurde. Die zwei Sätze: „Er würde sterben“, und: „Es war ein guter Tag, um alles hinter sich zu lassen“ konnte man ebenso gut als Todesmut und Fanatismus bis zum letzten Atemzug deuten. Ein weiterer Hinweis auf seine Selbstmordabsicht habe ich geglaubt in der Art der eingesetzten Waffe gegeben zu haben. Haftminen mussten direkt am Panzer angebracht werden. Das war mehr als gefährlich und durchaus in einer solchen Situation nicht mehr üblich. Sein Überleben hat er in diesem Moment der Tatsache zu verdanken, dass die britischen Panzer ohne Panzergrenadiere erschienen sind.

In diesem Moment ist Ulf für mich noch ein überzeugter Nazi und keinesfalls lebensmüde an sich, obgleich es viele Soldaten gab, die den Krieg nicht mehr aushielten und den Tod bewusst suchten. Das Motiv von Ulfs Todessehnsucht steht in diesem Moment als Fragezeichen über der Handlung.


Nur der Tod vergisst

Der Roman erschien im Februar 2014 im G.Braun-Buchverlag Karlsruhe. Der G-Braun-Buchverlag wurde von Der Kleine Buchverlag Karlsruhe übernommen. Daten des Buches:  224 Seiten, 14,95 €, ISBN: 9783765086465.

In diesem Blog werde ich mich den Fragen von Lesern stellen. Jeder Leser entwirft in seinem Kopf einen Roman neu. Seine Sicht ist ebenso zutreffend oder nicht zutreffend, wie es die Sicht das Autors auf sein eigenes Werk ist. Hier im Blog werde ich meine Perspektive zur Diskussion stellen, ohne das ich glaube, in der Interpretation der Allwissende zu sein. Auch meine Sicht ist nur eine Perspektive von vielen auf eine schwierige Zeit und ein konfliktträchtiges Thema.